Ärzte Zeitung online, 13.08.2010

Pflege-Missstände in Heimen: Staatsanwaltschaft ermittelt in 31 Fällen

MÖNCHENGLADBACH (dpa). Die Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach hat ihre Ermittlungen wegen des Verdachts von schweren Missständen in Pflegeheimen (wir berichteten) massiv ausgeweitet. Mittlerweile werde in 31 Fällen ermittelt, teilte die Behörde am Freitag mit.

"Betroffen sind Pflegeheime unterschiedlicher Träger." Zugleich wurden am Freitag zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen Einrichtungen durchsucht sowie Kranken- und Pflegeakten der Bewohner beschlagnahmt.

Zunächst war nur in drei Fällen wegen möglicher Pflegefehler ermittelt worden. Nach Hinweisen und eigenen Ermittlungen seien weitere Fälle hinzugekommen, teilte ein Polizeisprecher mit. Ermittelt werde vor allem wegen des Verdachts der Körperverletzung, aber es gebe auch in einigen Todesfällen nachträgliche Untersuchungen.

Die Ermittlungen waren Ende Juli nach Berichten über den Tod eines 85-jährigen Demenzkranken durch Verdursten losgetreten worden. Danach hätten sich Hinweise auf weitere möglicherweise strafbare Pflegefehler ergeben. Nach Bekanntwerden der schweren Vorwürfen über die Zustände in Mönchengladbacher Pflegeheimen hatte die Caritas mehrere Führungskräfte entlassen.

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