Ärzte Zeitung, 18.11.2010

Pflegefinanzierung: Union weist Vorwürfe zurück

BERLIN (hom). Der gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, hat Vorwürfe von Opposition und Gewerkschaften zurückgewiesen, die Koalition plane die Privatisierung des Pflegerisikos. "Eine Privatisierung der Pflegeversicherung wird es nicht geben, sondern eine das bestehende System ergänzende Kapitaldeckung", sagte Spahn.

Mehr Geld für die Pflege könne es nur geben, "wenn wir gleichzeitig eine ergänzende Kapitaldeckung einführen", so Spahn. Vertreter der Pflegekassen widersprachen dem. "Wir wollen ganz klar eine Lösung im System der Sozialen Pflegeversicherung.

Und die ist auch machbar", sagte Barmer GEK-Vizechef-Dr. Rolf-Ulrich Schlenker der "Ärzte Zeitung". Über die reguläre Beitragsfinanzierung lasse sich die Pflegeversicherung trotz der sich verändernden Altersstruktur auskömmlich finanzieren.

Eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung berge "hohe Risiken". In Krisensituationen sei Angespartes nicht sicher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »