Ärzte Zeitung, 24.11.2010

Ersatzkassen sehen in Pflege-Prämie keine Reformoption

BERLIN (fst). Die Ersatzkassengemeinschaft hat die Koalition aufgefordert, an der umlagefinanzierten gesetzlichen Pflegeversicherung festzuhalten. Die ehrenamtlichen Vertreter der sechs Ersatzkassen mahnen in einem Positionspapier zur Reform der Pflegeversicherung, am Solidarprinzip festzuhalten.

Vielmehr solle die private Pflegeversicherung an der Finanzierung beteiligt werden. Auch der aktuelle Beitragssatz dürfe "kein Dogma sein".

Wenn diese Finanzierungsoptionen ausgeschöpft seien, sollten zusätzlich Finanzierungselemente erwogen werden, die jedoch innerhalb der umlagefinanzierten Pflegeversicherung aufgebaut werden sollten.

Dabei denken die Ersatzkassenvertreter an eine "Nachhaltigkeitsreserve" aus, die jedoch anders als die individualisierte Kapitaldeckung "gemeinschaftlich" aufgebaut werden soll.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »