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Ärzte Zeitung online, 23.12.2010

Online-Paten in Brandenburg sollen pflegende Angehörige ins Netz bringen

BERLIN (maw). In Berlin ist ein Modellprojekt der Initiative Internet erfahren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der Sozialakademie Potsdam an den Start gegangen, das pflegenden Angehörigen zeigen soll, wie digitale Angebote ihren Lebens- und Pflegealltag erleichtern können.

Online-Paten in Brandenburg sollen pflegende Angehörige ins Netz bringen

Hilfe in der digitalen Welt - für pflegende Angehörige gibt es jetzt Unterstützung in Berlin und Brandenburg.

© istvanffy / fotolia.com

Die Initiative unterstützt nach eigenen Angaben die "Brandenburger Online-Paten" mit Know-how, Notebooks und mobilen Internetzugängen. Online-Paten zeigen Familien in der häuslichen Pflege, wie das Internet den Lebensalltag erleichtern kann. Grundsatz der Initiative Internet erfahren sei es, Menschen ohne und mit geringen Interneterfahrungen über informelles Lernen an eine kompetente Webnutzung heranzuführen.

Rund 2,5 Millionen Menschen in der Bundesrepublik werden derzeit in der häuslichen Pflege versorgt. Das Modellprojekt soll es Pflegebedürftigen ermöglichen, im gewohnten Alltag zu leben. Das stellt aber zugleich auch die Pflegenden vor Herausforderungen: Sie müssen sich mit gesetzlichen Bestimmungen und medizinischem Know-how vertraut machen. Viele Informationen und Erledigungen ließen sich inzwischen zwar per Mausklick erledigen. Doch viele Pflegepersonen könnten die Möglichkeiten der digitalen Medien gar nicht nutzen. Sie gehörten zu den rund 38 Millionen Bundesbürgern, die laut Initiative D21 den sicheren Umgang mit dem Internet nicht beherrschen oder noch gar nicht online sind.

Mit den "Brandenburger Online-Paten" wendet sich die Initiative Internet erfahren gezielt an die Gruppe der Pflegepersonen in der Bundesrepublik und eröffnet ihnen die Chancen der digitalen Medien. Rund zwanzig engagierte Online-Paten haben sich in den vergangen Monaten in speziellen Trainings in der Sozialakademie für diese Aufgaben qualifiziert.

Ab Januar 2011 gehen die Patenschaften nun in die Umsetzung. Dann vermitteln sie den interessierten Familien am Notebook einen sicheren Umgang mit Online-Angeboten. Schritt für Schritt sollen die Internetneulinge dann lernen, in den eigenen vier Wänden und in entspannter Atmosphäre, zum Beispiel Ämtergänge online zu erledigen oder medizinische Hilfsmittel im Netz zu bestellen.

Das Projekt soll den Angaben zufolge bald auch bundesweit Schule machen: Die Erfahrungen fließen in ein Handbuch der Initiative Internet erfahren ein, das ab Frühjahr 2011 Interessenten zur Verfügung steht.

www.internet-erfahren.de

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