Ärzte Zeitung, 28.04.2011

Pflegemitarbeiter und Erzieher oft von Burn-out bedroht

KÖLN (iss). Therapeutische und erzieherische Berufe haben ein großes Risiko, an einem Burn-out zu erkranken. Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO) sind Heimleiter und Sozialpädagogen die Berufsgruppe, bei der Burn-out am häufigsten Anlass für eine Krankschreibung ist.

Das WIdO hat die Daten von zehn Millionen erwerbstätigen Mitgliedern aus dem Jahr 2009 analysiert. Danach kamen bei Heimleitern und Sozialpädagogen 164,1 Arbeitsunfähigkeits-Tage auf 1000 Mitglieder.

Bei Sozialarbeitern und Sozialpflegern waren es 160,8 Tage, bei Real-, Volks- und Sonderschullehrern 155,9 Tage. Der Durchschnitt betrug 51,2 Tage je 1000 erwerbstätige AOK-Mitglieder.

Helfer in der Krankenpflege kamen auf 134,6 AU-Tage je 1000 Mitglieder. Die Arbeitsunfähigkeit dauerte bei ihnen im Schnitt 19,5 Tage. Bei Hebammen, Krankenschwestern und -pflegern betrug die Rate 120,5 Tage, die Dauer je Fall lag bei 19,1 Tagen.

"Weil Burn-out bestimmte Berufe besonders betrifft, sollten diese in den Fokus betrieblicher Gesundheitsförderung rücken", schreibt Markus Meyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des WIdO, in seiner Analyse.

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