Ärzte Zeitung, 15.09.2011

Widerstand gegen Seehofers Reformpläne

BERLIN (dpa). In der Diskussion über die Pflegereform hat der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) als "nicht umsetzbar" abgelehnt.

Seehofers Vorschlag sei eine schuldenfinanzierte Zukunftsvorsorge, sagte Spahn dem Radiosender Deutschlandradio Kultur am Donnerstag. "Das bringt uns ja nicht wirklich weiter, wenn wir dann über Schulden die Dinge regeln - das zahlen auch künftige Generationen ab."

Indes zeigte sich Spahn optimistisch, dass es innerhalb der Koalition zu einer Einigung kommen werde.So sei etwa die Kombination aus einem kollektiven Kapitalstock für alle und einer zusätzlichen private Vorsorge im Rahmen der bestehenden Riester- oder Basisrente eine mögliche Lösung.

Pläne der bayerischen CSU laufen nach einem Zeitungsbericht auf einen neuen Zweig der Sozialversicherung hinaus, in dem die Leistungen für Behinderte, Demenzkranke und besonders schwere Pflegefälle zusammengefasst werden. Zur Finanzierung sollen demnach Steuermittel herangezogen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »