Ärzte Zeitung, 03.10.2011

Kommentar

Klare Grenzen sind notwendig

Von Helmut Laschet

Im Streit um die Delegationsfähigkeit ärztlicher Leistungen ist die Position von KBV und Krankenhausgesellschaft beinhart: Keine Substitution ärztlicher Leistung durch Pflegekräfte!

Das ist doppelt berechtigt. Es darf keine Vermischung der Verantwortung für Diagnosen und Verordnungen zwischen verschiedenen Berufsgruppen geben, auch wenn sich die Pflege in Teilen akademisiert hat. Die Verantwortungs- und Haftungsteilung geht am Ende auf Kosten der Patienten.

Im übrigen entwickelt sich in der Pflege ein massives Ungleichgewicht: ein Überangebot an akademisierten Arbeitskräften, die nach einer qualifizierten Tätigkeit im Krankenhaus suchen und ein massiver Mangel an Pflegekräften, die die harte Arbeit in der Patientenversorgung übernehmen. Die Probleme lösen sich nicht damit, dass akademisierte Pfleger Doktor spielen dürfen. Sondern nur, indem Klinikmanager für adäquate Arbeitsbedingungen auch für Mitarbeiter in der Pflege Sorge tragen.

Lesen Sie dazu auch:
KBV-Chef Köhler fürchtet Blockade der spezialärztlichen Versorgung

Topics
Schlagworte
Pflege (4656)
Organisationen
KBV (6528)
Personen
Helmut Laschet (1295)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »