Ärzte Zeitung, 17.01.2013

Fachkräftemangel

Ausbildung der Altenpflege wird reformiert

BERLIN. Das Bundeskabinett hat ein Gesetz gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege auf den Weg gebracht. Nach dem am Mittwoch in Berlin beschlossenen Entwurf müssen Pflegehelfer mit Vorerfahrung nur eine auf zwei Jahre verkürzte Qualifizierung absolvieren.

Eine dreijährige Umschulungsförderung durch die Bundesagentur für Arbeit wird wieder eingeführt - das Geld fließt also auch für nicht verkürzte Weiterbildungen. Werde nicht gegengesteuert, werde sich der Fachkräftemangel verschärfen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Die Gesetzespläne sind Teil einer umfassenderen Initiative von Bund, Ländern und Verbänden gegen den drohenden Pflegenotstand. Diese Offensive gegen den Fachkräftemangel startete im Dezember 2012.

Demnach sollen bis 2015 die Ausbildungszahlen jährlich um zehn Prozent gesteigert werden. Der Pflegebranche geht das nicht weit genug: Sie fordert größere Anstrengungen gegen den drohenden Pflegenotstand. (dpa/sun)

Topics
Schlagworte
Pflege (4712)
Personen
Steffen Seibert (33)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »