Ärzte Zeitung, 28.01.2013

Pflege

bpa fordert leichtere Zuwanderung

BERLIN. Erleichterungen bei der Zuwanderung von qualifizierten Pflegefachkräften hat der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Christof Beckmann, gefordert.

Jede zusätzliche Fachkraft aus dem Ausland verbessere die Situation, sagte Beckmann mit Blick auf viele unbesetzte Stellen in der Pflege. Dass sich aktuell zahlreiche Menschen für eine Ausbildung in einem Pflegeberuf entschieden, sei erfreulich.

Sie stünden den Einrichtungen allerdings erst in drei Jahren zur Verfügung und würden auch dann den Bedarf nicht decken. "In wenigen Jahren müsste jeder dritte Schulabgänger in Nordrhein-Westfalen in die Pflege gehen, um den Bedarf an Fachkräften zu befriedigen", sagte Beckmann.

Beckmann kritisierte die rot-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen für die Gedankenspiele, Anforderungen an die Deutschkenntnisse von Zuwanderern zu verschärfen. Der bpa halte ein auf den Pflegealltag abgestimmtes Sprachniveau für ausreichend.

Als Vorbild empfahl er Hessen, wo Verbände und Landesregierung mit der Arbeitsagentur einen Weg gefunden hätten, schnell Fachkräfte aus Spanien anzuwerben. (af)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Die neuen Abrechnungsziffern im Überblick

Die ambulante Versorgung von Patienten in Alten- und Pflegeheimen wird aufgewertet. Ab Juli gibt es Zuschläge für Betreuung, Behandlungs-Koordination und Besuche durch Praxis-Assistenten. mehr »

Hecken verrät erste Neuerungen

Die Bedarfsplanung soll und wird sich ändern - doch nicht so schnell wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Das hat GBA-Chef Hecken angekündigt. Mit der "Ärzte Zeitung" sprach er über geplante Neuerungen. mehr »

ARMIN startet elektronisches Medikationsmanagement

Ärzte und Apotheker managen gemeinsam die Medikation von Patienten: Das ist die Idee der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN). Nun ist die Testphase beendet - ab Freitag startet ARMIN durch. mehr »