Ärzte Zeitung, 24.09.2014

Pflege und Sozialarbeit

Professionelle Entlassung aus einer Hand

Professionelle Entlassung aus einer Hand

HAMBURG. Pflegeüberleitung und klassischer Sozialdienst: Das läuft in vielen Kliniken getrennt. Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) dagegen sind beide Bereiche zusammengeführt.

Das heißt, dass in den Sozialdiensten des UKSH nicht nur Sozialarbeiter bzw. -pädagogen arbeiten, sondern auch Pflegefachkräfte.

Das neue Modell wird auf dem 12. Gesundheitspflege-Kongress vorgestellt, der am 24. und 25. Oktober in Hamburg unter dem Dach von Springer Medizin stattfindet.

Egal, ob es um Fragen zur Berentung oder zum Schwerbehindertenausweis geht, um die häusliche Versorgung oder die Suche nach einem passenden Pflegeheim: "Die Patienten bekommen bei ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus eine Beratung aus einer Hand", berichtet Robert Green, pflegerischer Direktor am UKSH, Campus Kiel.

"Dieses Modell hat sich extrem bewährt, weil wir dadurch Doppelstrukturen vermeiden." Die meisten Mitarbeiter der Sozialdienste an dem Universitätsklinikum haben eine Weiterbildung als Case-Manager absolviert.

Das UKSH ist neben dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und weiteren Kliniken der Region Kooperationspartner des Kongresses. (an)

"Case-Management und Überleitungspflege" am 24. Oktober 2014, 14.30 bis 16.30 Uhr im Radisson Blu Hotel Hamburg, Marseiller Str. 2, 20355 Hamburg. Weitere Informationen zum Kongress: Andrea Tauchert, Tel. 030/82787-5510, andrea.tauchert@springer.com, www.heilberufe-kongresse.de

Topics
Schlagworte
Pflege (4712)
Organisationen
UKE (762)
Personen
Andrea Tauchert (65)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »