Ärzte Zeitung, 14.08.2015

Salmonelleninfektion

Ministerium übt scharfe Kritik an Heim

Baden-Württembergs Sozialministerium fühlt sich von Seniorenheim bislang schlecht informiert.

STUTTGART. Nach dem Tod von zwei mit Salmonellen infizierten Menschen in einem Seniorenheim in Baden-Württemberg wirft das Sozialministerium der Heimleitung vor, ihrer Informationspflicht nicht rechtzeitig nachgekommen zu sein.

Man sei "ungehalten" darüber, dass der detaillierte Bericht über den Fall im Kreis Emmendingen noch nicht übergeben worden sei, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Stuttgart. "Das entspricht nicht dem vorgegebenen Prozedere."

Die Heimleitung sei inzwischen mit Nachdruck auf den fehlenden Bericht über den Vorfall aus der vergangenen Woche hingewiesen worden.

Darin müssen die Verantwortlichen Fragen zur Ursache der Infektion und zum Ermittlungsstand beantworten. Seit wann genau das Ministerium auf den Bericht wartet, sagte die Sprecherin nicht.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass sich in dem Pflegeheim in Endingen rund 30 Bewohner mit Salmonellen infiziert hatten. Zwei der Infizierten starben daraufhin.

Wie das Landratsamt Emmendingen mitteilte, waren die beiden schon vor der Infektion gesundheitlich angeschlagen. Bisher ist noch nicht klar, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen der Infektion und den Todesfällen gibt. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »