Ärzte Zeitung, 07.01.2010

Bürger haben Angst, zum Pflegefall zu werden

STUTTGART (mm). Angst vor schlechten Pflegeeinrichtungen, aber auch Furcht vor hohen Kosten gaben die Befragten in einer DAK-Studie in Baden-Württemberg als Gründe für ihre Angst davor an, als Pflegefall zu enden. 724 Personen sind im Auftrag der DAK vom Forsa-Institut dazu befragt worden.

"80 Prozent fürchten zu hohe Kosten, wenn sie selbst oder ein naher Angehöriger betroffen wären. Nur 26 Prozent sind der Meinung, dass es im Land ein gutes Pflegesystem gibt", sagte DAK-Vertragschef Wolfgang Kemmer. Zugleich fürchten sie, dass dies für die Angehörigen Stress und psychische Belastung (69 Prozent) sowie Bürokratie (60 Prozent) bedeuten könnte.

Um die Beratung für Betroffene und Angehörige zu verbessern, werden landesweit 50 Pflegestützpunkte eingerichtet. In diesen Anlaufstellen sollen die Betroffenen alle wichtigen Informationen aus einer Hand bekommen, so die DAK.

Topics
Schlagworte
Pflege (4686)
Krankenkassen (16525)
Organisationen
DAK (1501)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Wie viel Fett und Eisen lastet auf Deutschlands Lebern?

Fettlebern sind hierzulande mittlerweile ein Massenphänomen, und auch die Eisenüberladung der Leber wird häufig festgestellt. Eine Studie der Uni Greifswald liefert jetzt Daten. mehr »

Ausgaben-Weltmeister bei Zytostatika

Die Ausgaben für onkologische Arzneimittel in der ambulanten Versorgung sind seit dem Jahr 2011 massiv gestiegen und übertreffen deutlich die Kostensteigerungen aller anderen Arzneimittel ohne Rezepturen. Das geht aus dem Barmer-Arzneimittelreport 2017 hervor. mehr »

Fidget Spinner gegen Rauchen und ADHS?

Die Spielwarenbranche ist elektrisiert: Fidget Spinners sind Sommertrend. Hunderttausende der Handkreisel rotieren in Deutschland: Sie sollen auch gegen Hyperaktivität und gar Rauchen helfen. Stimmt das? mehr »