Ärzte Zeitung, 11.04.2012

Kommentar

Prävention - ein neuer Anlauf

Von Wolfgang van den Bergh

Der Zeitplan ist ambitioniert, aber dennoch zu schaffen. Noch in dieser Legislaturperiode soll die neue Präventionsstrategie durch gezielte Investitionen in Gesundheitsförderung umgesetzt werden.

Das ist deshalb zu schaffen, weil diese Koalition nicht den Fehler macht, ein eigenes Präventionsgesetz beschließen zu wollen. Die FDP setzt darauf, präventive Vorschriften im SGB V zu ändern und bestehende Institutionen aufzuwerten.

Ein Arbeitspapier liegt vor, in dem sieben Präventionsziele definiert werden - sie reichen von der primärpräventiven Beratung durch Kinder- und Jugendärzte, dem Ausbau der Früherkennungsuntersuchungen und der qualitätsgesicherten Gesundheitsförderung im Alter bis hin zur betrieblichen Gesundheitsförderung und der damit verbundenen Verbesserung der Finanzstrukturen.

Dabei spielen Ärzte mindestens eine so wichtige Rolle wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, aus der ein nationales Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung werden soll.

Gute Ansätze, die leider durch eine Diskussion über angeblich höhere Honorare für Ärzte überlagert worden sind. Wünschenswert wäre vielmehr eine Diskussion, ob mit dieser Präventionsstrategie endlich der Durchbruch gelingt.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Köhler rechnet vor: So viel kostet Prävention

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