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Ärzte Zeitung, 06.02.2015

Kommentar zur Generation Ü 50

Chancen für Männer

Von Christine Starostzik

Wenn in einer Partnerschaft die Frau aufhört zu rauchen, schafft auch jeder zweite Mann den Ausstieg. Eine britische Studie konnte jetzt belegen, wie stark der Einfluss eines Partners auf den Lebensstil des anderen ist.

Die Studie macht aber auch deutlich, dass ein solch neues Gesundheitsbewusstsein offenbar nur in Nischen aufkeimt und sich keineswegs auf andere Bereiche auswirkt.

Die Idee, den gegenseitigen Einfluss zu nutzen, indem man präventive Interventionen paarweise anpreist, ist naheliegend, hat jedoch insgesamt wenig Aussicht auf Erfolg.

Wer zusammen mit der Partnerin das Rauchen einstellt, Sport treibt oder abspeckt, tut dies möglicherweise auch aus Rücksicht, Spaß an gemeinsamer Aktivität oder Freude über frischen Wind in der Beziehung.

Um Vorsorgeuntersuchungen dagegen machen die meisten Männer einen großen Bogen. Wenn sie überhaupt zum Arzt gehen, so Professor Lothar Weißbach von der Stiftung Männergesundheit, dann wollen sie geballte Maßnahmen, technisch und effizient.

 Männergesundheitszentren sollen dies leisten. Allerdings sind die Partnerinnen auch hier nicht ganz außen vor - die meisten Männer werden von ihren Frauen dorthin geschickt. Selbst die Politik hat erkannt, dass Männer hier anders ticken als Frauen.

Sie will diesen Aspekt im anstehenden Präventionsgesetz berücksichtigen.

Lesen Sie dazu auch:
Generation Ü 50: Der Partner - gutes und schlechtes Vorbild

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