Ärzte Zeitung, 05.03.2015

Ersatzkassen

Gegen Subventionierung der BZgA

KIEL. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) in Schleswig-Holstein lehnt die Finanzierung neuer Aufgaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ab.

Der Entwurf des Präventionsgesetzes sieht vor, dass die Kassen mindestens 50 Cent je Versichertem an die BZgA zahlen sollen.

"Damit werden die Beitragszahler faktisch gezwungen, eine nachgeordnete Behörde des BMG zu subventionieren", sagte Schleswig-Holsteins vdek-Leiter Armin Tank. Nach seinen Angaben müssten die Ersatzkassen für die schleswig-holsteinischen Versicherten 1,2 Millionen Euro im Jahr zahlen.

Die BZgA soll Kassen bei Präventionsprojekten unterstützen und ein Viertel der für diesen Bereich insgesamt vorgesehenen Mittel erhalten.Für Tank ist nicht klar, welchen sinnvollen Beitrag die Behörde bei der Projektarbeit vor Ort leisten kann.

Diese Aufgabe gehört nach seinem Dafürhalten in die Hände der Selbstverwaltung. Tank setzt nun auf den Bundesrat, der vor Parallelstrukturen in den Ländern warnt und den Kassenbeitrag auf 40 Cent senken möchte. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »