Ärzte Zeitung online, 04.11.2015

E-Shishas und -Zigaretten

Kabinett verabschiedet Verkaufsverbot

BERLIN. Elektronische Zigaretten und E-Shishas sollen künftig nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) verabschiedet.

 Bisher fallen elektronische Zigaretten in eine Gesetzeslücke, weil sie keinen Tabak enthalten.

Schwesig sagte: "Mit den neuen Regelungen schaffen wir Bewusstsein dafür, dass der Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas keineswegs harmlos ist. Wir wollen verhindern, dass eine neue Kultur des Rauchens unter Kindern und Jugendlichen um sich greift."

Das Verbot, das über eine Änderung des Jugendschutzgesetzes und des Jugendarbeitsschutzgesetzes umgesetzt wird, soll auch für den Versand- und Internethandel gelten. Unter den 16- bis 19-Jährigen hatte 2014 gut jeder Vierte schon einmal eine E-Zigarette probiert. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »