Ärzte Zeitung, 25.11.2015

Rauchen

Tabakindustrie gegen "Verhaltensdiktatur"

BERLIN. Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) fordert einen Paradigmenwechsel im Umgang mit dem Themenkomplex Rauchen und Gesundheit.

"Wir müssen für einen sachgerechten Umgang mit Tabakerzeugnissen werben und einen neuen, offenen Diskurs begründen, der die gesundheitliche Aufklärung stärkt und Tabakgenuss weiterhin gleichberechtigt als Kulturgut in der Gesellschaft verankert. Wir müssen wegkommen von der oktroyierten Verhaltensdiktatur in unserer Gesellschaft", sagte VdR-Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster anlässlich des 95-jährigen Bestehens des Verbandes am Dienstag in Berlin.

Der Lobbyverband versteht sich als Interessenvertreter für verantwortungsvollen Tabakgenuss. (maw)

[25.11.2015, 17:04:54]
Dipl.-Med Peter Sturm 
Verantwortungsvoller Tabakgenuss?
Mir sträubt sich das Gefieder!
Was bitte schön ist verantwortungsvoller Tabakgenuß? Der Raucher schädigt bewußt und vorsätzlich seine Gesundheit, dazu noch die Gesundheit der Passivraucher. Wenn die Gesundheit geschädigt ist, verlangt er selbstverständlich die Behandlung seiner Krankheiten zu Lasten der Solidargemeinschaft. Eigenverantwortung sieht anders aus. Einzig sachgerechter Umgang mit Tabakerzeugnissen wäre deren völlige Vernichtung. Rauchen ist kein Kulturgut.
Wann endlich sorgt der Gesetzgeber mit geeigneten zugegebenermaßen drastischen Maßnahmen dafür, daß das Rauchen aufhört? zum Beitrag »

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