Ärzte Zeitung, 07.03.2014

Südwesten

Partner betonen Therapievorteile von PNP-Vertrag

STUTTGART. Mit dem Selektivvertrag Psychiatrie, Neurologie, Psychotherapie (PNP-Vertrag) wird in Baden-Württemberg seit 2012 praktiziert, was der GKV-Spitzenverband fordert. Darauf haben Medi-Verbund, AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK aufmerksam gemacht.

Der GKV-Spitzenverband hat im November 2013 in einem Positionspapier zur ambulanten Psychotherapie dafür plädiert, die Antragspflicht solle gelockert, die Stundenkontingente sollten flexibilisiert werden und Patienten insgesamt schneller einen Termin beim Therapeuten erhalten.

Mit dem PNP-Vertrag seien diese entscheidenden Schritte längst realisiert, heißt es. Dazu gehöre einerseits, dass Hausärzte als erste Anlaufstelle der Patienten flächendeckend in Qualitätszirkeln zum Krankheitsbild Depression fortgebildet werden.

Zum anderen ermögliche die Vergütungsstruktur, dass Zeit für ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten bleibt. Ist eine Behandlung beim Psychotherapeuten, Psychiater oder Nervenarzt nötig, erhalte der Patient in der Regel binnen 14 Tagen einen Termin, heißt es in einer Mitteilung der Vertragspartner.

Da die Kooperation zwischen Haus- und Fachärzten - anders als in der Regelversorgung - vertraglich festgelegt sei, könnten Patienten so weit wie möglich ambulant behandelt werden und damit in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.

Das sei auch wirtschaftlich bedeutsam, da hauptsächlich Menschen im erwerbsfähigen Alter betroffen seien. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Diabetes-Risiken sind alarmierend häufig

Mehr als 21.000 Passanten in Einkaufszentren haben in den vergangenen zehn Jahren bei der Aktion "Gesünder unter 7" ihr Diabetes-Risiko abklären lassen. Die Ergebnisse sind dramatisch. mehr »

"Man schafft viel"

Anja Junker ist "Ärztin ohne Grenzen": Vier Einsätze in Afrika und Südamerika hat die 43-Jährige für die Organisation absolviert. Manche brachten sie an die Grenze der Erschöpfung. mehr »

Lösung für Hygienemuffel

Ärzte in Kliniken sind anscheinend oft größere Hygienemuffel als ihre Patienten. Denn sie desinfizieren sich seltener die Hände – gerade in sensiblen Bereichen. mehr »