Ärzte Zeitung, 08.05.2008

SPD drängt auf Gesetz zum Patientenwillen

BERLIN (dpa). Die SPD hat der Union im Streit um die geplante Patientenverfügung mit einem Alleingang im Bundestag gedroht.

Man werde sich vom Koalitionspartner bei diesem Punkt nicht länger hinhalten lassen, sagte Fraktionschef Peter Struck am Dienstag vor den SPD-Abgeordneten in Berlin nach Angaben von Teilnehmern. Die Union dürfe sich vor einer Entscheidung "nicht drücken". Auf jeden Fall bestehe die SPD darauf, dass noch vor der Sommerpause die erste Beratung im Parlament über einen SPD-Vorschlag stattfinde. "Es steht jedem frei, diesen Entwurf zu unterstützen oder eine andere Regelung vorzuschlagen. Was aber nicht mehr geht, ist auf Zeit zu spielen."

In Patientenverfügungen können Menschen Ärzte anweisen, medizinische Behandlungen nicht mehr vorzunehmen. Umstritten ist, wann solche Anweisungen verbindlich sind. Eine SPD-Initiative sieht vor, dass Patientenverfügungen unabhängig von Art und Verlauf einer Krankheit gelten sollen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »