Ärzte Zeitung, 30.07.2008

Strategie für Geriatrie und Palliativmedizin

Patienten mit komplexen Krankheiten sind für die Malteser Trägergesellschaft kein Problem, sondern eine Chance

KÖLN (iss). Die Krankenhäuser der Malteser Trägergesellschaft (MTG) haben im vergangenen Jahr einen Anstieg der Patientenzahlen bei gleichzeitigem Rückgang der Verweildauer verzeichnet.

Generell habe es eine Verschiebung beim Gesamtschweregrad der Patienten gegeben, teilten die Malteser mit: "Der Anteil an komplexen Fällen mit schweren und äußerst schweren Komplikationen und Begleiterkrankungen ist gestiegen."

Der Anteil der Patienten über 65 Jahren betrug im Jahr 2007 mehr als 47 Prozent. Der mit dem Case Mix Index (CMI) gemessene durchschnittliche Fallwert ist bei geriatrischen Patienten um 9,12 Prozent auf 1,622 gestiegen.

In zehn Kliniken arbeiten über 550 Ärzte.

Zum Vergleich: Über alle Bereiche und alle Kliniken erhöhte sich der CMI im vergangenen Jahr um 0,22 Prozent auf 0,925. In der Palliativmedizin stieg der Wert um 8,19 Prozent auf 0,948.

"Diese Entwicklungen belegen die Bedeutung der Alters- und Palliativmedizin als strategische Schwerpunkte der Malteser auch für die Zukunft", so die MTG.

In den zehn Krankenhäusern der Malteser und der Fachklinik für Naturheilverfahren in Bad Brückenau stiegen die Fallzahlen von 83 353 im Jahr 2006 auf 84 788. Die durchschnittliche Verweildauer sank von 7,83 Tagen auf 7,53 Tage. Die Zahl der in den Kliniken durchgeführten ambulanten Operationen nahm deutlich um 9,6 Prozent auf 13 699 zu.

Die Einrichtungen beschäftigten 4342 Mitarbeiter, nach 4411 im Jahr 2006. Der Ärztliche Dienst blieb mit 556 Ärzten gleich stark.

Neben den Kliniken betreibt die MTG 22 Einrichtungen der Altenhilfe, elf Hospize, Palliativstationen oder Hospizdienste sowie neun ambulante Pflegedienste. Die operativen Umsätze der Gruppe stiegen 2007 um 16 Millionen Euro auf 361 Millionen Euro. "Wir wollen die MTG so weiter ausbauen, dass sie auch im schwieriger werdenden Umfeld im Gesundheitswesen langfristig Bestand hat", sagte Karl Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung.

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