Ärzte Zeitung online, 08.08.2008

MHH erhält Palliativstation

An der 1400 Betten-Klinik gibt es jetzt sieben Einzelzimmer für Palliativpatienten

HANNOVER (cben). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat ihre erste Palliativstation erhalten. Damit bekommt auch die Palliativmedizinerin der MHH, Dr. Thela Wernstedt, eine bessere Arbeitsgrundlage.

Sind froh, dass es endlich eine Palliativstation an der MHH gibt: Klinikdirektor Professor Arnold Ganser, die zuständige Oberärztin Dr. Thela Wernstdet und MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg (v.l.)

Foto: MHH-Pressestelle

Bisher verfügte die MHH mit Wernstedt lediglich über eine konsiliarische Betreuung der Sterbenden in der Hochschulklinik. "Den vielen Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Stationen und den verschiedenen Arbeitsschichten die palliativmedizinische Perspektive nahe zu bringen ist eine zeitaufwändige Arbeit", sagte Wernstedt zur "Ärzte Zeitung", "jetzt kann ich mich auf meine Patienten auf der Station konzentrieren, auch wenn ein Teil der konsiliarischen Aufgaben erhalten bleibt."

Die Station mit sieben Einzelzimmern ist in der ehemaligen Infektionsstation des Klinikums untergebracht, wo für jeden Patienten auch ein eigenes Bad bereit steht. "Das ist genau das Richtige für unsere Belange", sagt Wernstedt. Am fünften August sind die ersten Patienten eingezogen.

Ob die Bettenzahl der Palliativstation für das 1400-Betten-Haus in Hannover ausreichen wird, müsse sich noch zeigen. "Ich bin heilfroh, dass wir es jetzt bis hierhin geschafft haben, sagt Wernsted, "über größere Bedarfe in der Zukunft muss man gegebenenfalls mit dem Präsidium sprechen."

Die Umrüstung der Station kostete rund 120 000 Euro aus der Tasche der MHH. Die künstlerische Gestaltung ist Idee und Spende eines Hannoveraner Galeristen.

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