Ärzte Zeitung, 13.10.2008

"Palliativversorgung ist unterentwickelt"

KÖLN (iss). Nach 25 Jahren Hospizbewegung zieht die Deutsche Hospizstiftung eine ernüchterte Bilanz: "Deutschland bleibt auf diesem Gebiet ein Entwicklungsland", sagte der Geschäftsführende Vorstand Eugen Brysch anlässlich des weltweiten Hospiztages am Samstag. Nur 6,2 Prozent der Sterbenden erhielten eine ehrenamtliche hospizliche Begleitung, 6,3 Prozent eine professionelle Palliative-Care-Versorgung. "Der Bedarf ist fünfmal so groß wie das derzeitige Angebot", kritisierte Brysch. Man brauche keine Insellösungen, sondern ein Konzept.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »