Ärzte Zeitung online, 16.04.2009

Todespfleger scheitert mit Verfassungsbeschwerde

KEMPTEN/KARLSRUHE (dpa). Der Todespfleger von Sonthofen ist mit einer Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gescheitert. In der am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung kommt das Bundesverfassungsgericht zu dem Schluss, dass die Grundrechte des Verurteilten während dessen Verfahrens nicht verletzt wurden.

Der ehemalige Pfleger des Sonthofener Krankenhauses hatte 28 meist hochbetagte und zum Teil schwer kranke Patienten zu Tode gespritzt und war im November 2006 vom Landgericht Kempten zu lebenslanger Haft bei besonderer Schwere der Schuld verurteilt worden.

Die Verteidigung hatte während des Prozesses beantragt, dass die Aussagen des Pflegers bei früheren Vernehmungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft nicht als Beweis zugelassen werden sollten. Darüber hatte die Kammer keine sogenannte Zwischenentscheidung gefällt, weswegen der damals 28 Jahre alte Täter sich in seinen Grundrechten verletzt sah.

Lesen Sie dazu auch:
28 Patienten getötet - lebenslänglich für Krankenpfleger aus Sonthofen
Selbstherrlich oder voller Mitleid?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »