Ärzte Zeitung online, 20.11.2009

Mann lässt krebskranke Frau verhungern - Prozess

HALLE (dpa). Mehr als ein Jahr nach dem qualvollen Tod seiner krebskranken Frau muss sich ein Mann aus Löbejün in Sachsen-Anhalt wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Er habe sich nicht um die Frau gekümmert und nicht verhindert, dass sie zu Hause auf einem Sofa verhungerte und verdurstete, teilte das Amtsgericht Halle am Donnerstag mit.

Die Frau wog am Schluss nur noch 27 Kilogramm. Der 1955 geborene Angeklagte soll die ein Jahr ältere Frau vier Monate lang nicht ausreichend versorgt und gepflegt haben. Der Prozess beginnt am Montag.

Seit Mai 2008 habe die Schwerkranke auf einem Küchensofa gelegen, seit Mitte September keine Nahrung und Flüssigkeit mehr zu sich genommen. Am 30. September 2008 starb sie. Laut einem Gutachten wäre eine stationäre Einweisung auch am Tag vor dem Tod "mindestens lebensverlängernd" gewesen, hieß es.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »