Ärzte Zeitung, 31.03.2010

Hospizstiftung plädiert für Schiedslösung

KÖLN (iss). Die Deutsche Hospiz Stiftung fordert Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler auf, bei der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) aktiv zu werden. "Wie bei der hausarztzentrierten Versorgung brauchen wir jetzt auch bei der SAPV klare Fristsetzungen für Vertragsabschlüsse", sagt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Eugen Brysch.

Versäumen Kassen und Leistungsanbieter die Frist, müsse ein Schiedsverfahren eingeleitet werden. Brysch plädiert auch für die Festlegung bundesweit einheitlicher Qualitätsstandards für Palliativ-Care-Teams.

Die Stiftung kritisiert, dass drei Jahre nach Inkrafttreten des gesetzlichen Anspruchs der Versicherten auf SAPV am 1. April 2007 noch viel zu wenig passiert ist. Statt 80 000 Menschen mit SAPV zu versorgen, waren es 2009 gerade 4000 Betroffene.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »