Ärzte Zeitung, 02.07.2015

Bundestag

Sterbehilfe-Debatte zum Nachlesen

Das schwierige Thema Sterbehilfe ist im Deutschen Bundestag heiß diskutiert worden. Die Debatte zum Nachlesen.

Sterbehilfe-Debatte jetzt live!

Die Sterbehilfe war Thema im Bundestag (Archivbild).

© Michael Kappeler / dpa

BERLIN. Insgesamt fünf Papiere zur Sterbehilfe wurden am Donnerstag im Bundestag in erster Lesung beraten. Formal handelte es sich um vier Gesetzentwürfe und einen Antrag, die sehr unterschiedlich sind.

Wir haben die Debatte live via Twitter begleitet. Hier zum Nachlesen:

11:49 Uhr: Die fünf Gesetzentwürfe werden an die Ausschüsse überwiesen. Die Debatte zur Sterbehilfe im Bundestag ist beendet.

11:46 Uhr: Rudolf Henke: Der Antrag von Hintze und Co. überschreitet die Grenze zur Tötung auf Verlangen.

11:40 Uhr: René Röspel: Verortung der Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch, wie es Hintze fordert, funktioniert nicht.

11:34 Uhr: Claudia Lücking-Michel: Wenn Beihilfe zum Standardrepertoire gehört, dann muss ich mich entscheiden - das möchte ich vermeiden.

11:21 Uhr: Katrin Göring-Eckardt: Sorge mich um Gesellschaft mit unlauteren Sterbeerwartungen, wir dürfen assistierten Suizid nicht legitimieren.

11:13 Uhr: Burkhard Lischka: Wir müssen die mitfühlende ärztliche Gewissensentscheidung schützen, wenn Patienten dem Tod ins Auge blicken.

11:08 Uhr: Ulla Schmidt: Wir können die Diskussion über Sterbehilfe nicht führen, ohne unsere Vergangenheit im Auge zu behalten.

10:59 Uhr: Arnold Vaatz: Unsere Regelung muss sich am Krankenbett bewähren, nicht im juristischen Seminar.

10:54 Uhr: Johannes Singhammer: Ärzte sollen keine Hilfe zum gesteuerten Sterben leisten. Für Angehörige soll sich nichts ändern.

10:45 Uhr: Karl Lauterbach: Verbot der Suizidbeihilfe würde Sterbenskranke in die Niederlande oder in die Schweiz treiben.

10:43 Uhr: Karl Lauterbach: Bei einer Androhung von drei Jahren Haft würde kein Arzt mehr Suizidbeihilfe leisten.

10:34 Uhr: Michael Frieser: Angesichts des aggressiven Auftretens von Sterbehilfevereinen ist Zusehen keine Option.

10:23 Uhr: Kai Gehring: Die Sterbewilligen gehören in die Mitte der Debatte. Ärzte sollen beim Suizid assistieren dürfen, nicht müssen.

10:18 Uhr: Katherina Reiche: Ärztliches Berufsrecht verbietet etwas, zu dem das Strafrecht schweigt; das verunsichert Ärzte.

10:10 Uhr: Harald Terpe: Wir wollen kein Sonderrecht für Ärzte - weder besondere Verbote, noch besondere Vorrechte.

10:00 Uhr: Petra Sitte: Ärzte sind oft mit Wünschen Sterbewilliger überfordert, wir brauchen Sterbehilfevereine als dritte Instanz.

9:56 Uhr: Carola Reimann: Suizidprävention gelingt nicht mit dem Strafrecht, es schadet mehr als es nützt.

9:52 Uhr: Carola Reimann: Menschen wollen sich nicht vorschreiben lassen, wie viel Leid sie ertragen müssen.

9:46 Uhr: Katrin Vogler: Sterbehelfer betreiben zynisches Spiel und wollen den Tod zur Dienstleistung machen.

9:34 Uhr: Patrick Sensburg: Es ist keine humanitäre Tat, Suizidbeihilfe zu leisten.

9:32 Uhr: Renate Künast: Hilfe bei freiverantwortlicher Selbsttötung sollte straffrei bleiben, kommerzielle Sterbehilfe verbotene werden.

9:29 Uhr: Renate Künast: Unsere Aufgabe als Bundestag wäre es, Suizidprävention voranzutreiben, Beratung anzubieten.

9:21 Uhr: Peter Hintze: Ärzte haben unser Vertrauen verdient, keine neuen Strafvorschriften zur Suizidbeihilfe.

9:10 Uhr: Peter Hintze (CDU): Suizidbeihilfe ist seit dem Kaiserreich straffrei - und sollte es auch künftig bleiben.

9:01 Uhr: Jetzt live bei uns im Twitter-Feed: Die Sterbehilfe-Debatte im Bundestag. (fst)

Lesen Sie dazu auch:
Pro und Contra: Sterbehilfevereine verbieten - ja oder nein?
Sterbehilfe-Debatte: "Niemand von uns weiß, wie das geht - das Sterben"

[02.07.2015, 12:52:39]
Ulrich Welzel 
Danke
Vielen Dank für die gute Zusammenfassung! zum Beitrag »

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