Ärzte Zeitung, 18.06.2015

Brandenburg

Palliativversorgung wird besser vergütet

BERLIN. Die Palliativversorgung in Brandenburg wird seit Juni besser bezahlt. Das hat die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen mitgeteilt. Mehr Geld gibt es für die zum Teil langen Fahrwege der Palliativ Care Teams.

Auch der Koordinationsaufwand der Teams wird höher vergütet. Besser bezahlt werden zudem die Fälle, in denen das Palliativ Care Team Schwerstkranke ohne Unterstützung von Hausarzt und Pflegedienst betreut.

Genaue Angaben über die Vergütungssteigerungen sind laut AOK Nordost nicht möglich, weil die Vertragspartner bei der neuen Vereinbarung die Vergütungssystematik geändert haben. Eine Arbeitsgruppe der Palliativ Care Teams und der Krankenkassen hatte in den vergangenen zwei Jahren die Versorgungsstrukturen überprüft und Handlungsfelder identifiziert.

Neu ist, dass die Kassen auch Supervisionen finanzieren "Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter der Teams ihre Erlebnisse und Belastungen aufarbeiten können. Engagierte Palliativmediziner und Palliative-Care-Pflegefachkräfte leisten oft Hilfe über ihre eigenen Grenzen hinaus", sagt Harald Möhlmann von der federführenden AOK Nordost.

Neun Palliativ-Care-Teams übernehmen die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Brandenburg. Über Kooperationsverträge stellen sie die Versorgung in weiten Teilen des Landes sicher. Eine Lücke besteht derzeit im nordöstlichen Landkreis Barnim. In Eberswalde ist laut AOK aber ein Team im Aufbau. (ami)

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