Ärzte Zeitung, 14.01.2013

Umfrage

Medizin wie am Fließband in der Praxis

Fast jeder dritte Deutsche fühlt sich beim Hausarzt zu schnell abgefertigt.

BERLIN. Nach einer repräsentativen Umfrage der Marktforschungsgesellschaft GfK sind 29 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Zeit, die ihnen ein Arzt widmet, zu kurz sei.

Im Schnitt schätzten die Deutschen die Dauer ihrer letzten Sprechstunde auf elf Minuten, berichtet die "Welt am Sonntag", der die Studie vorliegt.

Jeder Fünfte geht davon aus, dass sich sein Arzt das letzte Mal nur fünf Minuten Zeit für ihn genommen habe.

Professor Ferdinand Gerlach, Chef des Sachverständigenrates hält das Honorarsystem für die Wurzel allen Übels.

Ihn zitiert die Zeitung mit den Worten: "Um Umsatz und Gewinn zu machen, sind Ärzte letztlich gezwungen, so viele Patienten wie möglich einzubestellen." Er fordert daher ein neues Vergütungssystem. (red)

Topics
Schlagworte
Versorgungsforschung (1604)
Organisationen
GfK (182)
Personen
Ferdinand Gerlach (195)
[15.01.2013, 13:18:08]
Dr. Richard Barabasch 
Fliesband
Wenn uns nun Herr (Prof.) Gerlach sagt, wie dnn das "neue Vergütungssysem" aussieht/aussehen soll - na dann hätten wir schon 'mal 'ne alternative Ansicht zu denen von Köhler (den ja gerade die hessichen Diabetologen und andere mehr abwählen (lassen) wollen. Und die Veränderung der (EBM-)Dauerbaustelle hätte vielleicht Vorbildcharakter für den BER-Flughafen. Wnn denn dann noch die bislang nicht gestellte Frage beantwortet und geklärt wäre, ob die gerade mal 20 % Patienten, die sich als KRankenkassenpflichtversicherte von ihren zugehörigen Vertragsärzten zu wenig beachtet/betreut/betüttelt/usw fühlen gerade jener Prozentsatz sind, der aufgrund individuell innerseelischer Grundbefindlichkeit immer benachteiligt und ungenügend betreut fühlen . . . . . was bei einer solchen GfK-Umfrage selbstverständlich keinerlei Beachtung gefunden hat . . . .
Eben jener 20-%-Satz möge sich von GfK nachbefragen lassen: "Würden Sie unter den Ihnen (vorstehend) bekannt gegebenen Umständen über kassenärztlichähnlichen Umständen in England, Tschechien, USA, Schweden, Griechenland u.v.a.m.) lieber in einem dieser Länder behandeln lassen - oder doch lieber in Deutschland ?"
Kurzum: alles Schmarrn, nur um eine schiergar optimale Situation in unserem Land schlecht zu reden auf dem Rücken der Vertragsärztschaft !!!
meint
Dr. Richard Barabasch zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »