Ärzte Zeitung, 07.05.2013

Arzneimittel

Grippewelle treibt Absatz im ersten Quartal

FRANKFURT/MAIN. Der hartnäckige Winter und die ungewöhnlich lange Erkältungs- und Grippewelle haben bei Absatz und Umsatz von Medikamenten im ersten Quartal dieses Jahres Spuren hinterlassen.

Der Umsatz mit Arzneimitteln in Apotheken stieg lediglich um 0,8 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hat das Beratungsunternehmen IMS Health am Montag mitgeteilt. Allerdings wies das Vorjahresquartal drei Arbeitstage mehr auf als in diesem Jahr.

Deutlich zugenommen hat dagegen die Zahl der abgegebenen Packungen. Sie legte um 6,8 Prozent auf 407 Millionen Packungen zu.

Bei rezeptpflichtigen Medikamenten haben besonders im Januar und März die bei Erkältung und Grippe einschlägigen Präparategruppen zweistellig zugelegt. Die Menge der abgegebenen Cephalosporine stieg um 25 Prozent, bei Breitspektrum-Penicelline waren es 22 Prozent. Im März lag der Zuwachs dann noch im einstelligen Bereich.

Im rezeptfreien Segment lagen die Zuwachsraten noch höher. Bei Erkältungspräparaten ohne Antiinfektiva stiegen die Verkaufszahlen um 37 Prozent, bei verschiedenen Husten- und Erkältungspräparaten waren es 41 Prozent.

Etwas geringere Zuwächse verzeichneten Expectorantien ohne Antiinfektive (32 Prozent) und Halsschmerzmittel (18 Prozent). (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »