Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung online, 05.11.2015

Influenza-Impfraten

Abwärtstrend vorerst gestoppt

BERLIN. Die Influenza-Impfraten haben sich in der Grippesaison 2013/2014 stabilisiert. Wissenschaftler am Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) verzeichnen nach eigenen Angaben in einigen Regionen Deutschlands sogar einen leichten Anstieg.

Forscher des Versorgungsatlas´, einer beim ZI ansässigen Einrichtung, weisen aber darauf hin, dass die von der WHO empfohlene Durchimpfungsrate von 75 Prozent bei den über 60-Jährigen nur zur Hälfte erreicht werde.

Nach einer aktuellen ZI-Untersuchung ist die Impfrate von 47 Prozent in der Saison 2009/2010 auf 38 Prozent in der Saison 2013/2014 gesunken. Nur im Vergleich mit der vorausgegangenen Saison 2012/2013 zeigte sich ein geringer Anstieg von 37 auf 38 Prozent.

Nach wie vor lasse sich ein deutliches Ost-West-Gefälle beobachten, heißt es. So ließen sich in den neuen Ländern in der Saison 2009/2010 rund 61 Prozent der über 60-Jährigen impfen, im Westen waren es nur 43 Prozent der Senioren. Diese Schere ist - auf noch niedrigerem Niveau - auch in der Saison 2013/14 erhalten geblieben.

Damals ließen sich im Osten 54 Prozent und im Westen 33 Prozent der Senioren impfen. Auf Kreisebene sind die Unterschiede noch gravierender: Sie reichen von Impfraten von 13 bis zu 65 Prozent.Die Forscher des Versorgungsatlas´ haben für ihre Untersuchung vertragsärztliche Abrechnungsdaten 2009 bis 2014 ausgewertet. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »