Ärzte Zeitung, 23.07.2008

Irische Hausärzte unter den Spitzenverdienern

Umsätze bis zu 780 000 Euro / Einkommen steigt stärker als das anderer Akademiker / Zeitungen veröffentlichen Namen

DUBLIN (ast). Ein Dubliner Hausarzt zählt mit einem Jahresumsatz von 780 000 Euro zu den Spitzenverdienern unter irischen Akademikern. Tageszeitungen haben jetzt die Namen und Praxisanschriften von Hausärzten mit sehr hohen Umsätzen veröffentlicht.

Wie aus den kürzlich vorgelegten Einkommensstatistiken des Health Service Executive (HSE), einer Verwaltungsstelle des irischen Gesundheitswesens, hervor geht, haben weitere zwölf irische Hausärzte im vergangenen Jahr Umsätze von 500 000 Euro gehabt.

Allerdings muss bei den HSE-Statistiken berücksichtigt werden, dass die Ärzte von dem Umsatz, der dort als "Einkommen" ausgewiesen ist, noch Steuern und Praxiskosten bezahlen müssen. Besonders deutlich stieg laut HSE die Zahl jener Hausärzte mit Umsätzen von mehr als 370 000 Euro. Gab es 2006 noch landesweit 102 Hausärzte, die in diese Umsatzklasse fielen, so waren es im vergangenen Jahr bereits 186.

Selbst nach Abzug von Steuern und Praxiskosten sind die Einkommen der irischen Hausärzte damit deutlich stärker gestiegen als diejenigen anderer Akademiker. Durchschnittlich haben Hausärzte im vergangenen Jahr rund 160 000 Euro für die Behandlung von Patienten des staatlichen Gesundheitsdienstes erhalten.

Große irische Tageszeitungen veröffentlichten die Namen der Spitzenverdiener, die sie von der staatlichen Gesundheitsverwaltung erhalten haben. Das wurde vom irischen Ärztebund kritisiert. Die Zahlen seien irreführend, da weder steuerliche Abgaben noch Praxisnebenkosten berücksichtigt wurden. Die tatsächlichen hausärztlichen Einkommen seien deutlich niedriger, so der Ärztebund. Hausärzte in Irland seien angemessen und nicht übermäßig bezahlt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »