Ärzte Zeitung online, 13.08.2008

Chaos durch neue Steuernummern in Stade - Deutscher Arzt wird als Brite geführt

STADE (dpa/eb). Die neuen, lebenslang gültigen Steuernummern für jeden Bundesbürger haben in der Stadt Stade in Niedersachsen für ein Datenchaos gesorgt. Davon betroffen ist auch ein Arzt, der ausweislich der neuen Nummer nun plötzlich Brite sein soll.

Hunderte von Bürgern beschwerten sich über falsche Informationen auf den zum Wochenende versandten Bescheiden des Bundeszentralamtes für Steuern. "Bei uns stehen die Menschen vor dem Einwohnermeldeamt Schlange", sagte der Erste Stadtrat Dirk Kraska am Dienstag.

Die Ursache für die Panne sei noch unbekannt. In den Bescheiden tauchen vielfach falsche Namen und falsche Herkunftsländer auf. Kraska selbst erhielt einen Bescheid, demzufolge er Solonin heißt und aus dem Libanon stammt.

Mit dem Versand der neuen Steuer-Identifikationsnummer verwandelte sich die 45 000-Einwohner-Stadt Stade über das Wochenende in eine Multi-Kulti-Gesellschaft. Ein in Deutschland geborener Arzt, seine Frau und ein Sohn bekamen beispielsweise britische Wurzeln, der zweite Sohn soll dagegen Russe sein. Zwei ebenfalls eindeutig deutsche Brüder stammen den Papieren nach aus Pakistan und Eritrea. Eine Elfjährige wurde nicht nur zur Rumänin, sondern ist dem Bescheid zufolge auch schon verheiratet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »