Ärzte Zeitung online, 05.05.2009

Mikroalbuminurietest zählt nicht zum Vorsorge-Check

NEU-ISENBURG (reh). Es war zu schön, um wahr zu sein: Ende April meldete die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), dass nun auch der Mikroalbuminurie-Test, ein sensitiver Test zur Früherkennung von nachlassender Nierenfunktion, zum Vorsorgeangebot der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zähle. Das hätte bedeutet, dass alle gesetzlichen Kassen den Test im Rahmen der Vorsorge erstatten. Doch eine Nachfrage beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) brachte die Ernüchterung: Laut GBA besteht kein gemeinsamer Beschluss der gesetzlichen Kassen, der den Test in die GKV-Vorsorge aufgenommen hat. Mittlerweile hat auch der DGfN eingeräumt, sich hier auf falsche Quellen verlassen zu haben. Ohne begründeten Verdacht kann der Test daher trotz vorhandener EBM-Ziffer (Ziffer 32135) nur als IGeL angeboten werden.

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