Ärzte Zeitung online, 17.08.2009

Schweinegrippe: Kassen zahlen seit heute PCR-Test

BERLIN (HL). Seit heute (17. August) ist der PCR-Test für die Diagnostik des H1N1-Virus eine Kassenleistung. Der Test ist mit 23,10 Euro bewertet, wird unter der Gebührenordnungs-Nummer 88740 abgerechnet und außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung von den Kassen finanziert.

Schweinegrippe: Kassen zahlen seit heute PCR-Test

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Nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bewertungsausschusses von KBV und Krankenkassen kann der Test dann eingesetzt werden, wenn innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome beim Patienten ein Testergebnis vorliegt. Bei schweren Erkrankungen kann der Test auch nach Ablauf von 48 Stunden mit gesonderter Begründung berechnet werden.

Voraussetzung für die Leistungserbringung ist, dass die Vertragsärzte eine Genehmigung für spezielle Laboratoriumsuntersuchungen entsprechend der Qualitätssicherungsvereinbarung nach Paragraf 135 Absatz 2 SGB V haben. Die Aufnahme in den GKV-Leistungskatalog ist bis zum 31. Dezember 2010 befristet.

Der Influenza-Schnelltest kann wegen seiner geringen Spezifität nur in besonders begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden. Die Vertragspartner sind der Auffassung, dass auch dieser Test aufgrund seiner raschen Verfügbarkeit Hinweise auf das Vorliegen einer Erkrankung bei positivem Testergebnis liefern kann. Hierzu hat das RKI (der Bewertungsausschuss hat in der vergangenen Woche auf den Algorithmus hingewiesen, worüber die Ärzte Zeitung berichtet hat) Hinweise gegeben.

Der Influenza-Schnelltest ist mit 22,12 Euro bewertet und wird nach der Ziffer 88741 abgerechnet. Die Finanzierung erfolgt außerhalb der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung. Voraussetzung zur Abrechnung ist die unmittelbare Verfügbarkeit in der vertragsärztlichen Praxis.

Bei nachgewiesener Infektion mit dem A/H1N1-Virus sind die im Rahmen der Behandlung erforderlichen Leistungen vom abrechnenden Arzt nach Vorgabe der KV mit der Ziffer 88200 auf dem Behandlungsausweis zu kennzeichnen. Ab dem 1. Oktober macht die jeweilige KV dafür eigene Vorgaben. Diese Angaben dienen dazu, unter Umständen einen nicht vorhersehbaren Anstieg des vorab vereinbarten morbiditätsbedingten Behandlungsbedarfs festzustellen und unter Umständen Nachzahlungen der Krankenkassen zu begründen.

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