Ärzte Zeitung online, 18.10.2013

Nordrhein

KV erleichtert die Abrechnung

Vertragsärzte müssen nun deutlich weniger Papierunterlagen einreichen.

KÖLN. In Nordrhein hat sich die Zahl der Papierunterlagen reduziert , die Ärzte bei der Abrechnung einreichen müssen.

Beginnend mit dem dritten Quartal entfällt die Pflicht, Behandlungsausweise nach dem Auslandsabkommen oder für Asylbewerber, für Grenzgänger, Sozialhilfeträger oder für Rheinschiffer abzugeben. Insgesamt sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) elf Unterlagen betroffen.

Allerdings müssen die Praxen die Unterlagen noch vier Quartale aufbewahren, falls die Kostenträger Rückfragen haben sollten.

Bislang mussten auch Ärzte, die online oder per CD abrechnen, die Behandlungsausweise für bestimmte Patientengruppen in Papierform einreichen. Das dritte Quartal 2013 war das erste Quartal, in dem in Nordrhein die Pflicht zur Online-Abrechnung voll griff.

Dennoch müssen die Ärzte auch weiterhin einige Papier-Unterlagen mit der Abrechnung einreichen. Das gilt für die Methadonsubstitution und Spezialverträge wie die zur Behandlung der Makula-Degeneration.

"Wir werden dies in künftigen Verhandlungen thematisieren", kündigt der KVNo-Vorsitzende Dr. Peter Potthoff an. Ziel sei die komplett papierlose Abrechnung. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »