Ärzte Zeitung, 02.12.2013

Bayern

Mehr Verdachtsfälle wegen Falschabrechnung

MÜNCHEN. Die Ersatzkassen in Bayern haben im Zusammenhang mit Fehlverhalten im Gesundheitswesen im vergangenen Jahr Schadenersatz in Höhe von insgesamt 377.572 Euro eingefordert.

Im Jahr davor lagen die Rückforderungsansprüche nach Angaben der Landesvertretung der Ersatzkassen (vdek) bei 447.790 Euro. Die Schadensumme sei zwar insgesamt rückläufig, die Zahl der Verdachtsfälle im gleichen Zeitraum dagegen von 42 auf 77 gestiegen.

Nach Angaben des Verbandes betreffen 41 Prozent der Fälle Ärzte und Zahnärzte, 40 Prozent den Heil- und Hilfsmittelbereich, neun Prozent Pflegedienste und jeweils fünf Prozent Krankenhäuser und Apotheken.

Durch fehlerhafte oder unkorrekte Abrechnungen von medizinischen Leistungen entstünden den Krankenkassen und ihren Versicherten ein erheblicher Schaden, betonte Ralf Langejürgen, bayerischer Landeschef des Verbandes der Ersatzkassen. Die schwersten Formen des Fehlverhaltens wie Abrechnungsmanipulation und Betrug würden auch strafrechtlich verfolgt.

"Das Fehlverhalten im Gesundheitswesen ist kein Kavaliersdelikt", betonte Langejürgen: "Der daraus entstehende Schaden für die Versichertengemeinschaft ist enorm und wird uns auch weiter dazu zwingen, ein hohes Augenmerk auf die Fehlverhaltensbekämpfung im Gesundheitswesen zu legen." (sto)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »