Ärzte Zeitung, 20.01.2015

Bayern

Basisfallwert steigt um 67,50 Euro

MÜNCHEN. In Bayern steigt der landesweite Basisfallwert für stationäre Behandlungen in diesem Jahr von bislang 3188 auf 3255,50 Euro (Bundesbasisfallwert: 3231,20 Euro).

Darauf haben sich die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) geeinigt.

Für die stationäre Behandlung von rund drei Millionen Patienten stehen damit in diesem Jahr knapp zehn Milliarden Euro zur Verfügung, teilte die BKG mit. Nach dem Basisfallwert rechnen in Bayern rund 330 Kliniken ab.

Nun müssen noch die Kliniken mit den Krankenkassen vor Ort vereinbaren, welche und wie viele stationäre Behandlungen sie voraussichtlich erbringen und mit dem landesweiten Basisfallwert abrechnen werden. (sto)

[21.01.2015, 16:27:03]
Dr. Wolfgang Bensch 
Grosser PRADA-Test
Wo wird das Echo grösser ausfallen?
Hier auf den Seiten der Ärzte-Zeitung oder im offiziellen Standesblatt?
Wetten werden noch angenommen ... zum Beitrag »
[21.01.2015, 12:15:03]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Der Teufel trägt PRADA"?
Der landesweite Basisfallwert steigt in Bayern zwar nur um 2,1 Prozent von bislang 3.188 im letzten Jahr auf 3.255,50 Euro in 2015. Und für eine unkomplizierte Entbindung mit dem Faktor 0,5 erlösen die ca. 330 bayrischen Krankenhäuser dann im Einzelfall nur 1.627,75 Euro.

Ein schwerstverletzter Patient mit wochenlanger Intensivbehandlung und Beatmung erbringt jedoch bei einem Steigerungsfaktor von bis zu 60 dann ein maximales Klinikhonorar von 195.330,00 Euro, also knapp zweihunderttausend Euro pro einem e i n z i g e n Behandlungsfall.

Im Vergleich zu einem Jahresvolumen von knapp zehn Milliarden Euro in 2015 für bayrische Kliniken liegen die seit der KBV-Honorarreform 2009 nur geringfügig erhöhten Regel-Leistungs-Volumina(RLV)-Fallwerte für die hausärztlichen Vertragsärzte/-innen in den unterschiedlichen KVen zwischen 32,43 Euro in Westfalen-Lippe, 41,01 Euro in Bayern und 44,39 Euro in Niedersachsen. In den Neuen Bundesländern gibt es zwischen 37,98 Euro in Sachsen-Anhalt und 40,81 Euro in Thüringen als Praxisumsatz für die 3-monatige Rundum-Betreuung unserer oft multimorbiden Patienten. Quelle:
http://www.iww.de/index.cfm?pid=1314&pk=123746&spid=1296&spk=10&sfk=13

Das sollte jeder niedergelassene Vertragsarzt im Hinterkopf behalten, wenn er etwas von PRADA kaufen will.
Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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