Ärzte Zeitung, 08.09.2015

Kommentar zum Honorar

Gutes Ende bei der GOÄ?

Von Hauke Gerlof

Das ist ein Paukenschlag zum Ende des Sommerlochs: Der Verhandlungsführer der Bundesärztekammer verkündet, dass die PKV sich damit abgefunden habe, dass die neue GOÄ Ärzten einen zweistelligen Honorarzuwachs bringen wird.

Das Bundesinnenministerium, zuständig für Beihilfe sei einverstanden - ein wichtiger Mosaikstein für ein Gelingen der GOÄ-Reform. Nun sollen die neuen Leistungsziffern mit den Fachgesellschaften abgestimmt werden.

Sollte nach der langen Hängepartie bei den Verhandlungen zwischen Bundesärztekammer und PKV nun doch noch ein gutes Ende in dieser Legislaturperiode erreicht werden?

Man mag es kaum glauben. Doch Theodor Windhorst weiß, dass er an diesen Worten gemessen werden wird. Er wird sich überlegt haben, was er sagt.

Dass die Honorarsteigerung kein Inflationsausgleich für 20 Jahre ohne Anstieg des Punktwertes sein kann, das weiß Windhorst, und das sollten auch die Ärzte anerkennen.

Denn Honorarsteigerungen hat es in diesem Zeitraum ja auch ohne Anhebung des Punktwertes gegeben. Der Paukenschlag von Münster könnte sich als Beitrag zur Akzeptanz der GOÄ-Novelle durch die Ärzte erweisen. Und die ist bitter nötig.

Lesen Sie dazu auch:
Windhorst verrät: Neue GOÄ beschert zweistellige Honorarsteigerung

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