Ärzte Zeitung online, 22.09.2015

Ärzte-Honorar

Neuer Orientierungswert beschlossen!

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat eine Erhöhung des Orientierungswertes beschlossen - gegen die Stimmen der Ärzteschaft.

BERLIN. Der Erweiterte Bewertungsausschuss (EBA) hat am Dienstagnachmittag gegen die Stimmen der Ärzteschaft eine Erhöhung des Orientierungswertes um 1,6 Prozent beschlossen. Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf Anfrage mitgeteilt.

Sowohl KBV als auch GKV-Spitzenverband hatten den EBA angerufen. Die Kassenseite wollte allenfalls ein Plus von 0,4 Prozent zugestehen, die KBV hatte ein Plus von 2,57 Prozent zum Ausgleich der Preissteigerungen gefordert.

KBV-Chef Dr. Andreas Gassen äußerte sich in einem Video der KBV enttäuscht zum Ergebnis der Verhandlungen. Die Erhöhung des Orientierungswertes um 1,6 Prozent sei "kein gutes Signal an die Vertragsärzte", insbesondere vor den großen Herausforderungen, "nicht zuletzt durch die eine Million Flüchtlinge", die versorgt werden müssten.

Die Vertragsärzte müssten das Ergebnis nun "analysieren und akzeptieren". Er setze nun auf die Weiterentwicklung des EBM.

Konsentiert wurde nach den Worten Gassens der Beschluss zur Erhöhung des Honorars der Psychotherapeuten um 80 Millionen Euro jährlich. Über die grundsätzliche Einigung für die Psychotherapeuten hatte die "Ärzte Zeitung" bereits berichtet. (ger)

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[23.09.2015, 09:00:20]
Dr. Henning Fischer 
das Ergebnis nun "analysieren und akzeptieren"

es wäre doch viel einfacher mal zuzugeben, daß man gegen die Macht der Kassen keine Chance hat.

Piloten ohne Streikrecht <> Ärzte ohne Chancen.

Herr Gassen, machen Sie dem unwürdigen Spiel ein Ende:

Rücktritt des Vorstandes, Auflösung der KBV, Rückgabe des Sicherstellungsauftrags = Resetknopf drücken.

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