Ärzte Zeitung, 28.09.2015

KBV-VV

Chroniker- und NäPA-Anträge angenommen

Entgegen den Erwartungen aus dem Kreis der Antragsteller ernteten zwei Forderungen zur EBM-Überarbeitung bei der KBV-VV Zustimmung.

BERLIN. Werden die EBM-Ziffern zur Chroniker- und NäPA-Abrechnung überarbeitet? Zumindest ein erster Schritt ist getan: Die Vollversammlung der KBV vor einer Woche nahm dazu zwei Anträge ohne Gegenstimmen an.

Kurz zuvor hatte Dr. Bertold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbands Baden-Württemberg und einer der Unterzeichner, sich gegenüber der "Ärzte Zeitung" zu den Chancen beider Anträge noch als "eher pessimistisch" gezeigt.

Nun wird die KBV aufgefordert, mit dem GKV-Spitzenverband die Vergütung der Nichtärztlichen Praxisassistentinnen (NäPA) mit dem Ziel neu zu verhandeln, dass die dafür vorgesehene Honorarsumme - rund 130 Millionen Euro - von den Hausärzten auch abgerufen werden kann.

In Baden-Württemberg sei man selbst unter Herausrechnung von HzV-Verträgen noch weit davon entfernt.

In Sachen Chronikerpauschale plädieren die Antragsteller - das sind unter anderem Hausarztchef Dietsche, Medi-Chef Dr. Werner Baumgärtner sowie die KVen Niedersachsen und Baden-Württemberg - dafür, die Abrechnungsvoraussetzungen am Behandlungs- und Koordinationsaufwand für einen chronisch kranken Patienten im aktuellen Quartal zu orientieren statt wie bisher an einer kontinuierlichen Praxis-Besuchsfrequenz über 12 Monate hinweg ("4,3,2...").

Auch darüber, so lautet der Arbeitsauftrag, solle der KBV-Vorstand mit dem GKV-Spitzenverband jetzt verhandeln. (cw)

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