Ärzte Zeitung online, 16.10.2015

Abrechnung

2017 soll der neue EBM in Kraft treten

Das Datum 1. Januar 2016 kippt nun offiziell: KBV und GKV-Spitzenverband haben sich auf eine längere Frist für die EBM-Reform geeinigt.

2017 soll der neue EBM in Kraft treten

Die EBM-Reform geht in die Verlängerung: Bis das angepasste Regelwerk steht, soll es noch bis Juli 2017 dauern.

© Andrei Tsalko / fotolia.com

BERLIN. Die EBM-Reform geht in die Verlängerung: Nach dem neuen Zeitplan, auf den sich KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt haben, soll die Weiterentwicklung des EBM nun bis Ende März 2017 beendet sein.

Drei Monate später, also ab 1. Juli 2017, könnten dann alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten nach dem angepassten Regelwerk abrechnen, meldet die KBV.

Das trifft vor allem die Fachärzte, denn der überarbeitete Hausarzt-EBM ist bereits seit Herbst 2013 in Kraft. Ursprünglich sollte der neue Facharzt-EBM zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Bereits Anfang Juli dieses Jahres zeichnete sich jedoch ab, dass dieser Termin nicht gehalten wird.

Wegen der Komplexität hatten die Kassen laut einem Bericht der KBV damals vorgeschlagen, einzelne Aspekte der Reform stufenweise umzusetzen. Das hatte die Vertreterversammlung der KBV aber abgelehnt und - weil sie "ungewollte Honorarverwerfungen" befürchtete - eine Reform in einem Zug gefordert, selbst wenn die Umsetzung dann erst 2017 erfolgen könne (wir berichteten).

Ein Ziel der Reform ist es, die betriebswirtschaftliche Kalkulationsmethode weiterzuentwickeln und etwa die Praxiskosten besser zu erfassen. Gerade die Überprüfung und Anpassung des zugrundeliegenden Standardbewertungssystems (STABS) erweist sich laut KBV jedoch als aufwändig.

Außerdem sollen wieder mehr Leistungen außerhalb der Pauschalen vergütet werden, um das Leistungsspektrum der Praxen sowie den veränderten Versorgungsbedarf der Versicherten besser im EBM abzubilden. (reh)

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