Ärzte Zeitung, 18.01.2016

Soziotherapie

KBV fordert extrabudgetäre Vergütung

BERLIN.Um eine Leistungsausweitung zulasten der Ärzte zu verhindern, fordert die KBV, dass die Soziotherapie für schwer psychisch kranke Menschen aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) herausgenommen und extrabudgetär vergütet wird. Anlass für die Forderung sei die Anfang 2015 geänderte Richtlinie zur Durchführung von Soziotherapie, so die KBV.

Danach könne die Therapie nun bei einem breiteren Spektrum an Indikationen durchgeführt werden. Zusätzlich sei der Kreis der Fachärzte, die die Leistung verordnen dürfen, erweitert worden. Und: Nach Ablauf von drei Jahren besteht die Möglichkeit einer erneuten Verordnung.

Für die damit gewünschte Mengenausweitung müssten die Kassen auch zusätzliches Geld bereitstellen. Ob dies tatsächlich geschieht, muss nun der Erweiterte Bewertungsausschuss entscheiden. Denn laut KBV hat der GKV-Spitzenverband erst im Dezember einen entsprechenden Beschlussantrag im Vorgremium, dem Bewertungsausschuss, abgelehnt. (reh)

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