Ärzte Zeitung, 29.02.2016

EBM

Gynäkologen dürfen auch Männer behandeln

STUTTGART. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die gynäkologische Behandlung von Männern nicht nur aus fachlicher Sicht legitim, sondern damit auch über EBM abrechenbar. Das hat der Landtag Baden-Württemberg festgestellt.

Denn dieser hatte über eine Petition eines Mannes zu entscheiden, der an einer hormonellen Erkrankung der Brust litt, für die nötige Überweisung ans Brustzentrum aber erst von mehreren Gynäkologen und schließlich auch vom Andrologen und Urologen abgewiesen wurde.

Gerade bei vorliegenden Verdachtsdiagnosen sei die Behandlung und Überweisung durch Frauenärzte auch für Männer möglich, so der Landtag. Die KV versprach laut dem Entschluss des Petitionsausschusses, in einem Rundschreiben noch einmal über die Kostenabrechnung zu informieren. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »