Ärzte Zeitung, 04.04.2016

NAV

"Weiter so" bei der GOÄ ist keine Option

BERLIN. Die Kritik an der Bundesärztekammer (BÄK) in Sachen GOÄ hält an: Anstatt endlich für Transparenz und eine Aufarbeitung der jüngsten Vorkommnisse zu sorgen, beherrsche ein "trotziges Weiter so" das Geschehen, moniert der NAV-Virchow-Bund.

Dabei stört sich der Verband vor allem daran, dass BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery den abrupten Stopp der GOÄ-Verhandlungen nun mit dem von der PKV vorgelegten Leistungsverzeichnis samt Bewertungen begründe.

Denn noch vor der entscheidenden BÄK-Vorstandssitzung zur GOÄ im März habe Montgomery das Verhandlungsergebnis mit den vereinbarten Steigerungssätzen gepriesen, heißt es in einer Mitteilung. Zudem sollten die Berufsverbände endlich Einblick in den Verhandlungsstand erhalten, so der NAV.

"Wenn nun - wie vom Ärztekammerpräsidenten Montgomery erklärt - von dem jetzigen Stand aus weiterverhandelt werden soll, was wir grundsätzlich für falsch halten, aber nicht verhindern können, dann müssen mindestens die Berufsverbände und Fachgesellschaften im Sinne von vollständiger Transparenz auch den Einblick zum aktuellen Stand haben", fordert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich. "Alles andere führt ins nächste Chaos." (reh)

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