Ärzte Zeitung, 12.08.2016

Honorar 2017

Beschlüsse auf September vertagt

Der Orientierungswert stand im Mittelpunkt der ersten Verhandlungsrunde zwischen Ärzten und Kassen über das Honorar für 2017.

BERLIN. Bei den Verhandlungen über das Vertragsarzthonorar im kommenden Jahr sind in der ersten Runde zwischen Ärzten und Krankenkassen erwartungsgemäß noch keine Beschlüsse gefasst worden. Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gemeldet.

Zum Auftakt sei im Bewertungsausschuss über die Anpassung des Orientierungswertes und damit der Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen beraten worden, hieß es.

Maßgeblich für die Höhe des Orientierungswerts ist die Entwicklung der Praxiskosten. Derzeit liegt der Wert pro Punkt bei 10,4361 Cent.

Die Beratung darüber soll in der nächsten Sitzung des Bewertungsausschusses am 31. August fortgesetzt werden. Die zweite Bestimmungsgröße für die Honorarhöhe ist der Behandlungsbedarf, der über die Krankheitslast und über demografische Faktoren ermittelt wird.

Der Spitzenverband der Krankenkassen habe angestrebt, kurzfristig Änderungen an dem Bewertungsmodell vorzunehmen, so die KBV weiter. Dies habe die Ärzteseite für 2017 verhindern können.

Die Empfehlung zu den Veränderungsraten für das Honorar des kommenden Jahres will der Bewertungsausschuss dann am 21. September beschließen. (ger)

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