Ärzte Zeitung online, 22.09.2016

Honorare 2017

Orientierungswert steigt um 0,9 Prozent

NEU-ISENBURG. Nach einem Plus von 1,6 Prozent in diesem Jahr wird der Orientierungswert 2017 nur um 0,9 Prozent zulegen (auf 10,5300 Cent). Darauf haben sich am Mittwoch KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt. Die prozentuale Erhöhung bringt den Ärzten ein Honorarplus von 315 Millionen Euro, insgesamt soll das Honorar um knapp eine Milliarde Euro steigen (wir berichteten).

Das Verhandlungsergebnis gebe zwar keinen Anlass zum Jubel, kommentierte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Allerdings sei man froh, dass ein Nachfinanzierungsbedarf für die Niedergelassenen schlussendlich doch unstrittig war. Ursprünglich seien die Kassen in die diesjährige Honorarrunde mit der Forderung nach einem Abschlag gegangen.

Die Honorarvereinbarung über den Medikationsplan bezeichnet KBV-Vize Regina Feldmann als "guten Einstieg". 163 Millionen Euro sollen 2017 extrabudgetär für Erstellung und Pflege des Medikationsplans. EBM-technisch werde das Honorar für Hausärzte als Einzelleistung sowie als Zuschlag zur Chronikerpauschale gefasst, wenn der Patient bereits an einer chronischen Krankheit leidet.

Ausgewählte Facharztgruppen sollen den Medikationsplan ebenfalls als Einzelleistung abrechnen können, die übrigen erhalten einen Zuschlag zur fachärztlichen Grundpauschale.

Mit der vorgesehenen Dotierung der Einzelleistungsvergütung – eine konkrete Zahl wurde bis dato nicht veröffentlicht – sei man aber noch nicht zufrieden, betonte Feldmann. Hierzu wolle man noch einmal nachverhandeln. (cw)

[23.09.2016, 05:20:25]
Thomas Georg Schätzler 
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Zwar weist die Arbeitgeberseite eine diesjährige Forderung des Marburger Bundes noch zurück. Doch die letzte Tarifeinigung lag immerhin bei einem Plus von 4,1 Prozent.

KBV-Chef Dr. Andreas Gassen hat sich m. E. beim Nachfinanzierungsbedarf des "Orientierungs-Wertes" 2017 für die Niedergelassenen mal wieder bis auf die Knochen blamiert.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »

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