Ärzte Zeitung, 26.09.2016

Abrechnung

Pauschalen für E-Arztbrief stehen

Die KBV hat nun die EBM-Abrechnungsziffern in puncto E-Arztbrief veröffentlicht.

BERLIN. Ab 1. Januar 2017 erhalten Vertragsärzte für den Versand und Erhalt eines elektronischen Arztbriefes insgesamt 55 Cent. Die finanzielle Förderung fußt auf dem E-Health-Gesetz. Details zu Inhalt und Struktur der Briefe sowie zur Abrechnung hat die KBV in einer Richtlinie festgelegt, die nun beschlossen worden ist.

Da sowohl Sender als auch Empfänger in die technische Infrastruktur investieren müssen, um Arztbriefe elektronisch übermitteln zu können, werde die Förderung von 55 Cent pro Brief zwischen beiden aufgeteilt: 28 Cent erhalten Ärzte für den Versand eines E-Arztbriefes (GOP 86900), 27 Cent für den Empfang (GOP 86901), konkretisiert die KBV.

Die Landesärztekammer Hessen hatte diese Regelung kritisiert, da sie eine "Gefahr des Datenschutzes" darstelle (wir berichteten). Das Argument der Kammer: Durch die finanziell höhere Förderung der Faxe mit 55 Cent entstünde kein Anreiz zur Versendung eines E-Arztbriefes.

Laut KBV ersetzt der elektronische Versand von Arztbriefen den Versand mit Post- und Kurierdiensten. Das heißt: Werden die Gebührenordnungspositionen 86900 oder 86901 berechnet, können für denselben Brief an denselben Adressaten nicht die Kostenpauschalen 40120 bis 40126 abgerechnet werden.

Die Vergütung erfolgt, so die KBV, extrabudgetär, und beim Versand gibt es eine fachgruppenabhängige Obergrenze, die sich an der Anzahl der Behandlungsfälle in dem jeweiligen Quartal orientiert. Eine Hausarztpraxis mit 1120 Behandlungsfällen im Quartal dürfe die GOP 86900 in diesem Zeitraum maximal 1120 Mal abrechnen. (maw)

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