Ärzte Zeitung online, 11.04.2017

PKV-Ombudsmann

GOÄ sorgt für immer mehr Verfahren

KÖLN. Beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung (PKV) häufen sich Auseinandersetzungen zwischen Kunden und Versicherern über die Auslegung der privatärztlichen Gebührenordnung. Auf dieses Thema entfielen vergangenes Jahr 21 Prozent der angenommenen Anträge zur Vollversicherung, 2015 waren es erst 20 Prozent. Häufige Streitpunkte waren zudem die medizinische Notwendigkeit (22 Prozent) und die Auslegung des Versicherungsvertrages (14 Prozent).

Das geht aus dem vorläufigen Bericht von Ombudsmann Heinz Lanfermann hervor. Er erscheint wegen der Informations- und Berichtspflichten nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz bereits zu einem frühen Zeitpunkt. Ein ausführlicher Bericht mit einer umfassenderen Auswertung soll später erscheinen.

Die Anzahl der Schlichtungs-Anträge ist 2016 um rund fünf Prozent auf 6084 gestiegen, in den fünf Jahren zuvor hatte es dagegen jeweils einen Rückgang gegeben. Fast ein Viertel der Anträge (1507) nahm Lanfermann 2016 nicht zur Bearbeitung an, Hauptgrund war die fehlende Zuständigkeit der Schlichtungsstelle. Die meisten Kundenbeschwerden betrafen erneut die Krankheitskostenvollversicherung (81 Prozent). (iss)

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