Ärzte Zeitung online, 03.09.2008

Kaufhausmagnat in Singapur wegen Organhandels verurteilt

SINGAPUR (dpa). Ein prominenter Kaufhausinhaber ist am Mittwoch im Singapur wegen Organhandels zu einem Tag Gefängnis und 8000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Tang Wee Sung (56) wollte einem indonesischen Arbeiter für umgerechnet 11 200 Euro eine Niere abkaufen, doch platzte die Operation, nachdem die Singapurer Behörden Wind von der Sache bekamen und Ermittlungen aufnahmen.

Tang hatte die Ethikkommission des Krankenhauses angelogen und gesagt, der Nierenspender sei ein Verwandter, der kein Geld erhalte. In seiner Urteilsbegründung sagte der Richter, er habe Tang mit Blick auf dessen schlechte Gesundheit eine längere Gefängnisstrafe erspart.

Tang, der an der Orchard Road, der Haupteinkaufsstraße in Singapur, ein großes Kaufhaus besitzt, ist herz- und nierenkrank. Der 26 Jahre alte Arbeiter war bereits zu zwei Wochen Gefängnis und umgerechnet knapp 500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Organspenden gegen Geld sind in Singapur verboten.

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