Ärzte Zeitung online, 06.01.2009

UNICEF besorgt über Auswirkungen der Finanzkrise auf Kinder

SINGAPUR (dpa). Das Kinderhilfswerk UNICEF hat vor den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise vor allem auf Frauen und Kinder gewarnt. Der Direktor der UN-Organisation für Ostasien- und die Pazifikregion, Anupama Rao Singh, rief die Regierungen auf, die besonders Gefährdeten trotz schwindender Steuereinnahmen nicht im Stich zu lassen.

"Die von allen Ländern der Welt ratifizierte UN-Konvention über Kinderrechte ist eindeutig: Kinder sollten immer als erste versorgt werden, vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten", sagte Singh am Dienstag bei einer Konferenz in Singapur über Möglichkeiten, Kinder und Frauen vor den Auswirkungen der Krise besonders zu schützen.

Mit der Krise würden überall Menschen arbeitslos, und manche Familien können den Schulbesuch ihrer Kinder nicht mehr bezahlen. Andere seien gezwungen, ihre Kinder auch arbeiten zu schicken. Schlechte Ernährung behindere das Wachstum und die intellektuelle Entwicklung der Kinder. "Wir dürfen die Zukunft der Kinder nicht in Gefahr bringen", mahnte die Jugendministerin von Singapur, Vivian Balakrishnan. Rund 150 Regierungsvertreter und Experten erörtern bei der Konferenz Lektionen aus der Wirtschaftskrise 1997/98.

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